Kältetechnik Litver plant, baut und wartet Prozesskälte für die Fertigung: von der Kühllastermittlung über Kaltwassersätze und Rückkühler bis zur Werkzeug- und Schaltschrankkühlung.
Industriekühlung ist kein Nebengewerk. Sie bestimmt Zykluszeiten im Spritzguss, Maßhaltigkeit in der Zerspanung, Standzeiten von Werkzeugen und einen spürbaren Teil Ihrer Stromrechnung. Wird die Kälteanlage zu klein ausgelegt, kommt sie im Hochsommer an die Grenze. Wird sie zu groß ausgelegt, taktet der Verdichter im Teillastbetrieb, der Wirkungsgrad sinkt und der Verschleiß steigt. Beides fällt selten sofort auf, sondern zeigt sich als schleichender Ausschuss und als Anlage, die nach wenigen Jahren nicht mehr zum Prozess passt.
Wir beginnen deshalb bei den Zahlen Ihres Prozesses und nicht beim Datenblatt. Welche Maschinen geben wie viel Wärme ab, in welchen Lastspitzen, bei welcher geforderten Vorlauftemperatur, mit welcher Gleichzeitigkeit? Aus dieser Kühllastermittlung ergibt sich, ob eine zentrale Versorgung über Kaltwassersätze und Prozesskühlung sinnvoll ist oder ob getrennte Temperaturkreise pro Fertigungsbereich die bessere Lösung sind. Erst danach fällt die Entscheidung über Fabrikat, Kältemittel und Regelung.
Genauso wichtig ist die Frage, wie die Wärme das Gebäude wieder verlässt. Falsch platzierte Rückkühler ziehen ihre eigene Abluft an, verlieren Leistung und treiben die Verflüssigungstemperatur nach oben. Wo die Vorlauftemperatur es zulässt, senkt Freikühlung über Rückkühler in der kühlen Jahreshälfte den Strombedarf deutlich, weil der Verdichter über viele Wochen gar nicht oder nur unterstützend laufen muss. Im Sauerland mit seinen niedrigen Jahresmitteltemperaturen ist dieses Potenzial in vielen Betrieben noch ungenutzt. Dabei arbeiten wir herstellerunabhängig: Wir empfehlen die Technik, die zu Ihrem Prozess, Ihrem Aufstellort und Ihrem Wartungsbudget passt, und nicht die Baureihe eines einzelnen Lieferanten. Bestehende Anlagen nehmen wir dabei genauso in den Blick wie Neuprojekte, denn oft lässt sich mit Hydraulik, Regelung und Pufferung mehr erreichen als mit einem Austausch.
Von der Auslegung über die Montage bis zur wiederkehrenden Prüfung. Ein Ansprechpartner für die gesamte Kältekette in Ihrer Fertigung.
Wir erfassen Maschinenlisten, Anschlussleistungen, Gleichzeitigkeiten und geforderte Vorlauftemperaturen und rechnen daraus die tatsächliche Kühllast. Auf dieser Grundlage legen wir Kälteleistung, Pufferspeicher, Volumenströme und Rohrnetz aus.
Wir liefern und installieren Kaltwassersätze für Innen- und Außenaufstellung inklusive Pumpengruppen, Pufferspeicher und Verteilern. Die Auslegung der Prozesskühlung richtet sich nach Ihrem Lastprofil, nicht nach dem Katalogwert.
Wir planen die Wärmeabfuhr so, dass Aufstellort, Anströmung und Schallschutz zusammenpassen. Mit Freikühlung nutzen Sie die kühle Außenluft und entlasten den Verdichter über weite Teile des Jahres.
Temperierung von Spritzgusswerkzeugen, Hydraulikaggregaten, Spindeln, Schweißzangen und Laserquellen. Wir trennen Temperaturniveaus sauber, damit nicht die gesamte Anlage auf das kälteste Medium heruntergefahren werden muss.
Kühlgeräte, Luft-Wasser-Wärmetauscher und Kühlkreisläufe für Schaltschränke, Antriebstechnik und Steuerungen. Wir prüfen Verlustleistung, Filterzustand und Dichtigkeit des Schranks, bevor ein Gerät ausgelegt wird.
Feste Wartungsintervalle mit Protokoll, dazu die Dichtheitsprüfung nach F-Gase-Verordnung je nach CO2-Äquivalent der Füllmenge. Wir führen das Anlagenlogbuch und erinnern Sie an fällige Termine.
Nicht jeder Verbraucher braucht dieselbe Kaltwassertemperatur. Wer Kreise trennt, spart Energie, weil nur der Teil der Anlage tief fährt, der es wirklich benötigt.
| Anwendung | Typisches Niveau und Hinweise |
|---|---|
| Spritzgusswerkzeuge | Meist 8 bis 15 Grad C Vorlauf. Zykluszeit und Verzug hängen direkt an der Konstanz der Temperatur. |
| Hydraulik und Getriebeöl | Häufig 20 bis 30 Grad C. Ein eigener, höher temperierter Kreis genügt und kann oft frei gekühlt werden. |
| Werkzeugmaschinen und Spindeln | Enge Toleranz um die Hallentemperatur, oft 20 bis 22 Grad C. Entscheidend ist die Regelgüte, nicht die tiefe Temperatur. |
| Schaltschränke und Antriebe | Zulufttemperatur meist 25 bis 35 Grad C. Taupunkt beachten, damit keine Kondensation an der Elektronik entsteht. |
| Laser, Schweißen, Prüfstände | Herstellervorgabe maßgeblich, oft 15 bis 25 Grad C mit engem Toleranzband und definierter Wasserqualität. |
Drei Bereiche, in denen sich eine saubere Auslegung im Alltag bemerkbar macht.
Eine einzelne große Maschine ist selten die robusteste Lösung. Zwei oder drei kleinere Erzeuger in Kaskade decken das Lastprofil feiner ab, laufen im Teillastbereich effizienter und halten die Produktion bei einem Defekt zumindest eingeschränkt am Laufen. Welche Redundanz wirtschaftlich ist, hängt davon ab, was eine Stunde Stillstand in Ihrer Fertigung bedeutet.
Wir klären das gemeinsam mit Ihrer Instandhaltung: Welche Verbraucher sind wirklich kritisch, welche können im Notbetrieb abgeworfen werden, wo lohnt ein Anschluss für ein mobiles Mietgerät? Fällt trotzdem etwas aus, erreichen Sie unseren 24/7 Notdienst rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen.
Die meisten Ausfälle kündigen sich an: steigende Verflüssigungstemperatur, verschmutzte Wärmetauscher, sinkender Volumenstrom, ein Verdichter, der häufiger taktet als im Vorjahr. Wer diese Werte regelmäßig aufnimmt und vergleicht, erkennt Abweichungen, solange sie noch planbar zu beheben sind.
Dazu kommen die Pflichten aus der F-Gase-Verordnung. Je nach Kältemittel und Füllmenge sind wiederkehrende Dichtheitsprüfungen und ein gepflegtes Anlagenlogbuch vorgesehen. Wir übernehmen beides im Rahmen der Wartung und Dichtheitsprüfung und dokumentieren jeden Termin nachvollziehbar für Ihre Audits.
Bevor eine funktionierende Anlage ersetzt wird, lohnt eine nüchterne Bestandsaufnahme. Oft liegen die Probleme nicht am Kälteerzeuger, sondern an Hydraulik, Pufferung, Regelung oder verschmutzten Wärmetauschern. Wir messen im laufenden Betrieb, vergleichen Soll und Ist und sagen Ihnen offen, was sich mit vertretbarem Aufwand verbessern lässt und wo ein Austausch tatsächlich sinnvoll ist. Für Betriebe in der Region beschreiben wir das Vorgehen auf der Seite Industriekühlung Sauerland und Südwestfalen ausführlicher.
Wir sehen uns Maschinen, Aufstellorte, Rohrnetz und Elektroanschluss an und erfassen Ihr reales Lastprofil.
Sie erhalten eine nachvollziehbare Berechnung mit Varianten, damit Investition, Betriebskosten und Redundanz vergleichbar werden.
Wir koordinieren die Gewerke, montieren, füllen, spülen und fahren die Anlage unter realer Last ein.
Feste Intervalle, dokumentierte Messwerte und ein Ansprechpartner, der Ihre Anlage kennt, wenn es einmal eilt.
Alles rund um Ihre Kälte, aus einer Hand.
Auslegung, Hydraulik und Pufferung für die zentrale Kälteversorgung Ihrer Fertigung.
Mehr erfahren EnergieWärme sicher abführen und die kühle Außenluft über weite Teile des Jahres nutzen.
Mehr erfahren ProduktionKonstante Temperaturen an Werkzeug, Spindel und Hydraulik für stabile Zykluszeiten.
Mehr erfahren ElektrotechnikAntriebe und Steuerungen zuverlässig im zulässigen Temperaturfenster halten.
Mehr erfahren ServiceFeste Intervalle, dokumentierte Messwerte und die Prüfpflichten nach F-Gase-Verordnung.
Mehr erfahren NotdienstBei Störung an der Prozesskälte rund um die Uhr erreichbar, auch am Wochenende.
Mehr erfahrenUnseren Sitz haben wir in Arnsberg. Von dort erreichen wir Betriebe im Hochsauerlandkreis, im Kreis Soest sowie im Märkischen Kreis und im Kreis Olpe auf kurzen Wegen. Für Industriekunden mit besonderen Anlagen sind wir darüber hinaus bundesweit unterwegs.
Antworten auf die Fragen, die uns Produktionsleiter und Instandhalter am häufigsten stellen.
Wir erfassen alle Verbraucher mit ihrer Wärmeabgabe, der geforderten Vorlauftemperatur und der Gleichzeitigkeit, mit der sie tatsächlich laufen. Dazu kommen Rohrnetz, Pufferung und die Bedingungen am Aufstellort. Die Nennleistung aus dem Datenblatt gilt nur für einen definierten Betriebspunkt und ist als alleinige Grundlage nicht ausreichend. Aus der Rechnung ergibt sich, ob eine zentrale Erzeugung oder getrennte Kreise sinnvoller sind.
In vielen Fällen ja. Entscheidend ist die geforderte Vorlauftemperatur: Je höher sie liegen darf, desto mehr Stunden im Jahr reicht die Außenluft allein aus. Prozesse mit 20 Grad C und mehr, etwa Hydraulik- oder Maschinenkühlung, profitieren deutlich stärker als tief temperierte Kreise. Wir prüfen anhand Ihres Lastprofils, wie viele Betriebsstunden sich realistisch verlagern lassen.
Als Richtwert planen wir mindestens eine Wartung pro Jahr, bei hoher Auslastung oder staubiger Umgebung häufiger. Unabhängig davon gelten je nach Kältemittel und Füllmenge die Prüfintervalle der F-Gase-Verordnung, die sich nach dem CO2-Äquivalent richten. Welche Fristen für Ihre Anlage gelten, klären wir bei der Bestandsaufnahme und halten sie im Anlagenlogbuch fest.
Ja. Wir sind herstellerunabhängig und betreuen Bestandsanlagen unterschiedlicher Fabrikate, auch wenn wir sie nicht selbst errichtet haben. Bei der Übernahme nehmen wir zunächst den Ist-Zustand auf, messen im laufenden Betrieb und dokumentieren die Ausgangswerte. Erst danach schlagen wir Wartungsintervalle und, falls nötig, konkrete Verbesserungen vor.
Der Notdienst ist unter 0160 / 7638854 rund um die Uhr erreichbar, auch nachts und an Feiertagen. Am Telefon klären wir zuerst, ob sich der Betrieb kurzfristig stabilisieren lässt, etwa durch Lastabwurf oder Umschaltung auf einen zweiten Kreis. Die Anfahrtszeit hängt vom Standort ab. Im Sauerland und in Südwestfalen sind die Wege kurz, für Industriekunden fahren wir auch weiter.